Bremsen
Heel-Stop I
| Ø
Vorübung im Stand: Gehe in eine Schrittstellung (siehe
Kapitel 3 - Grundtechniken); der rechte Fuß ist vorne,
das Gewicht ruht größtenteils auf dem hinteren,
etwas stärker gebeugten Bein. Nun hebe den Vorfuß
(Zehenspitzen) des vorderen Fußes langsam an, bis die
Fersenbremse den Boden berührt (nur letzte Rolle und
Bremse haben Bodenkontakt). Danach senke den Schwerpunkt über
dem hinteren Fuß noch ein wenig ab. Die Arme sind in
Seit-Vorhalte, der Oberkörper bleibt nahezu aufrecht,
der Blick ist nach vorne gerichtet.
Ø Bremsen bei geringer Geschwindigkeit: Der Bewegungsablauf
ist derselbe wie bei der Vorübung. Achte auf die richtige
Bewegungsabfolge: Schrittstellung, Vorfuß heben, Absenken
des Körperschwerpunktes. Nach dem Aufsetzen der Bremse
versuche, den Druck auf den Bremsstoppel kontinuierlich zu
steigern. Je stärker die Bremswirkung sein soll, umso
tiefer muss der Körperschwerpunkt abgesenkt werden. Hinweis:
Der Kraftvektor sollte durch den Körperschwerpunkt und
den Bremsbacken gehen (geradliniges Bremsen ohne Gleichgewichtsverlust).
Ø Bremsen bei höherer Geschwindigkeit: Versuche,
den Bremsweg allmählich zu verkürzen; übe eine
Zielbremsung; Bremsen beim Bergabfahren
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| Tips und Hilfestellungen:
- weit voraus blicken und nicht auf die Schuhe
- Bewegungshinsweis zu Position 5: "aufs Klo setzen
und Zeitung lesen..."
- bei starker Unsicherheit seitliche Sicherung von Vorteil |
häufige Fehler:
- zu wenig Gewicht auf dem Bremsbein
- kein entschlossenes Bremsen ® rattern
- Oberkörper zu weit vorne
- keine Schrittstellung
- gestreckte Kniegelenke ® linkes Bein überholt
rechtes
- fehlende Körperspannung ® Oberkörper und
Arme zu unruhig
- zu enge Beinstellung ® Beine nicht schulterbreit
- Beine werden nicht parallel geführt |
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Heel-Stop II
| Für Fortgeschrittene - wie oben - allerdings
wird das Standbein dabei auf die erste Rolle des Schuhes gekippt
um man kommt in dieser Position zum Stehen.
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| Tips und Hilfestellungen:
- weit voraus blicken und nicht auf die Schuhe
- bei starker Unsicherheit seitliche Sicherung von Vorteil
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häufige Fehler:
- kein exakter Heelstop I und zu schneller Übergang
in Heelstop II
- zu weite Schrittstellung
- gestreckte Kniegelenke
- zu enge Beinstellung ® Beine nicht schulterbreit
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Heel-Stop III
| Gleichgewichts- und Stabilitätsübung
- wie Heel-Stop I - das Standbein wird kurz bevor man zum
Stillstand kommt ganz aufgehoben, das heißt man steht
im Endeffekt nur auf dem Bremsbein
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| Tips und Hilfestellungen:
- weit voraus blicken und nicht auf die Schuhe
- bei starker Unsicherheit seitliche Sicherung von Vorteil
und
- Schuhe des Bremsbeines oberhalb des Sprunggelenks
etwas fester schnüren |
häufige Fehler:
- kein exakter Heelstop II und zu schneller Übergang
in Heelstop III
- gestreckte Kniegelenke
- Gewicht nicht vollständig über das Bremsbein
verlagert
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Kniebremse
| Ein Knie kontrolliert so absenken, daß
es sich auf gleicher Höhe mit der erste Rolle des anderen
Skates befindet. Das Sprunggelenk dieses Beines so flexen,
daß der Schuh auf der vordersten Rolle geradeaus mitläuft.
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| Tips und Hilfestellungen:
- spielerische Variante: unter einer Hürde durchfahren
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häufige Fehler:
- zu abruptes Aufsetzen des Knies
- zu wenig Oberkörperspannung
- Knie nicht auf der gleichen Höhe des anderen
Skates
- der Kniewinkel des vorderen Beines wird nicht gehalten
- Abstützen mit den Händen am Boden
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T-Stop
| Gewicht auf ein Bein = Standbein verlagern
und Balance halten, um das entlastete Bein = Bremsbein im
rechten Winkel hinter dem Standbein zwischen zweiter und dritter
Rolle aufsetzen zu können. Alle vier Rollen gleichmäßig
belasten. Der Abstand zwischen den Beinen bestimmt das Ausmaß
der Bremswirkung und kann durch ein stärkeres Abwinkeln
des Standbeines erzielt werden.
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| Tips und Hilfestellungen:
- Balanceübungen im Stehen und Fahren
- Vorübung: aus der T-Stop-Position mit dem Bremsbein
abstoßen, kurz gleiten und Bremsbein mitschleifen
lassen
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häufige Fehler:
- zu geringer Kniewinkel des Standbeines ® ungenügende
Balance
- Schuh nicht zwischen zweiter und dritter Rolle aufgesetzt
® eindrehen
- es werden nicht alle vier Rollen gleichzeitig aufgesetzt
und gleichmäßig belastet
- zu geringer Kniewinkel ® zu wenig Abstand zwischen
den Beinen
- Hüfte wird zu wenig ausgedreht
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Schneepflugbremse
| Ø
Lass deine Skates in eine relativ weite Grätschstellung
auseinander laufen. Nun steuere mit den Zehenspitzen leicht
nach innen und übe
verstärkten Druck auf die Fersen (hinteren Rollen) aus.
Versuche, diese weite Schneepflugstellung muskulär zu
stabilisieren. Die Rollen beginnen in
dieser Stellung zu rutschen und erzeugen die gewünschte
Bremswirkung. Während des gesamten Bremsvorganges werden
nur die Innenkanten
der Rollen belastet; die Knie bleiben in der Beinachse (keine
O-Bein-Stellung)
Ø Steigere die Anlaufgeschwindigkeit; versuche während
des Bremsens, durch dosierte Druckverlagerung einen Bogen
(Pflugbogen) zu fahren.
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| Tips und Hilfestellungen:
· Die Füße laufen wieder zusammen,
die Bremswirkung ist sehr gering. Versuche, eine möglichst
breite Schneepflugstellung einzunehmen, drücke
die Fersen zusätzlich auseinander. Hinweis: Der
Übergang vom Haften zum Rutschen der Rollen ist
sehr von der Beschaffenheit des Untergrundes, von der
Härte der Rollen und vom Winkel der Rollen zum
Untergrund abhängig. |
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Spin-Stop
| Der Turn-Stop baut auf der Schneepflug-Bremstechnik
auf. Er ist für geringe bis mittlere Geschwindigkeiten
geeignet.
Ø Auf die rechte Seite: Gleiten in der Schrittstellung,
Gewicht auf vorderes Bein (linkes) verlagern, hinteren Skate
auf die vorderste Rollen stellen. Den Oberkörper nach
rechts in die Kurvenmitte drehen und gleichzeitig den rechten
Schuh in eine möglichst offene V-Stellung (Ferse zeigt
zu Ferse) bringen und gegen die Fahrtrichtung aufsetzen. Die
Drehung mit verstärktem Druck auf die Innenkanten beenden.
Der ausreichende Abstand zwischen den Fersen und eine Ganzkörperinnenlage
erleichtern den Spin-Stop.
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| Tips und Hilfestellungen:
· Der bogenäußere Skate rutscht nicht
weg bzw. verkantet.
1. Auslösen des Schwunges über einen weiten
Schneepflug.
2. Beugen des Innenbeines, kombiniert mit einem Strecken
des Außenbeines. Je tiefer du deinen Schwerpunkt
in Richtung des inneren, gebeugten Beines bringst, desto
spitzer wird der Winkel des rechten Skates zum Untergrund,
und desto leichter rutscht dieser weg.
· Turn-Stop endet mit einer Pirouette. Oberkörper,
Kopf und Arme gegendrehen.
· Das Auslösen eines engen Bogens gelingt
nicht. Durch eine dosierte Hochbewegung des Oberkörpers
werden beim Abstoppen dieser Bewegung die Skates entlastet,
und das Einleiten der Drehung wird erleichtert. Hilfreich
ist auch das leichte Anheben der Ferse des gebeugten
Innenbeines.
· Beide Skates rutschen nach außen weg
- Sturz. Im Gegensatz zum Abschwingen beim Skifahren
oder Eislaufen werden beimInlineskaten die Füße
nicht parallel quer gestellt. Der Schwerpunkt bleibt
somit immer oberhalb der Unterstützungsfläche,
und ein unkontrolliertes Wegrutschen bzw. Stürzen
kann verhindert werden.
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Lunge-Stop
| Nach links: In Schrittstellung gleiten und
eine parallele Drehung einleiten. Linkes Bein nach vorne schieben
und bereits die Außenkante vermehrt belasten. Das Innenbein
dreht sich um 180°C, wobei das äußere Bein
einen größeren Bogen beschreibt, was mit einer
kontinuierlichen Gewichtsverlagerung auf das Außenbein
einher geht. Die letzte Phase des Stops, ist durch einen vermehrten
Druck auf die Innenkanten des Außenfußes gekennzeichnet. |
Powerslide
| Gesprungen: Im Fahren aus einem Sprung heraus
eine 180°C Drehung um die eigene Achse. und bereits in
der Luft die Position eines T-Stops einnehmen. Beidbeinige
Landung, wobei das Bremsbein gegen die Fahrtrichtung gestemmt
wird. Um zum Sliden zu kommen, muß das Standbein möglichst
tief abgewinkelt werden und der Oberkörper so weit abgesenkt
werden, daß er eine Linie mit dem Bremsbein ergibt.
Geschliffen: wird wie ein Lunge-Stop angefahren, aber in
der letzten Phase des Stops wird so viel Druck auf die Innenkante
des Außenbeines (wird hiermit zum Bremsbein) ausgeübt,
daß es zum Sliden kommt, das Innenbein wird somit zum
Standbein woraus sich die oben beschriebene Powerslide-Position
ergibt. |
Bremsen aus dem Rückwärtsfahren
| Ein Bein wird wie beim Powerslide im rechten
Winkel gegen die Fahrtrichtung gestemmt, die Rollen so flach
wie möglich und den Schwerpunkt (je nach Geschwindigkeit)
so tief wie möglich abgesenkt - es entfällt lediglich
die 180°C Drehung davor. |
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