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Grundtechniken

Grundposition im Stand

Die Beine sind ca. hüftbreit geöffnet, die Füße befinden sich im Stand in einer leichten V-Position (beim Rollen parallel); Sprunggelenke, Knie und Hüfte sind leicht gebeugt. Die Verbindung von Schulter, Knie und Zehenspitzen sollte eine senkrechte Linie darstellen.

Gleichgewichtsübungen, Belastungswechsel

Die folgenden Übungen sollten zu Beginn auf schlecht rollendem Untergrund (Matten, Wiese) ausgeführt werden.

1. Grundposition: Versuche eine Kniebeuge (bis 90°) ohne Gleichgewichtsverlust, Beugen und Strecken im Wechsel.

2. Verlagere dein Körpergewicht abwechselnd auf die Zehenspitzen und die Fersen, danach nimm wieder die Mittelposition ein.

3. Schrittstellung: Ein Fuß ist mindestens eine Schuhlänge vor dem anderen, seitlicher Abstand ca. 15 cm; das Gewicht ist auf beide Skates gleich verteilt; die Gelenke sind gleichmäßig gebeugt; alle Rollen berühren den Boden. Foto!

4. Balancieren auf einem Skate: Spannung im Standbein; übe rechts und links im Wechsel.

5. Versuche eine einbeinige Standwaage.

6. Gleitender Schrittwechsel: abwechselnd die Skates vor- und zurückschieben.

Vorwärtsfahren

Das Inlineskaten sollte im Anfängerbereich ausschließlich auf ebenen, glatten und vor allem sicheren Flächen (keine Hindernisse wie Gehsteigkanten, Laternen u.Ä.) geübt werden!

1. Startposition: Die Füße werden im Stand in eine leichte V-Position gebracht (Winkel ca. 45°, Abstand: hüftbreit); ein Fuß ist leicht nach vorne versetzt.

2. Fahren: Aus einer gebeugten Grundstellung erfolgt ein Streckschub des hinteren Beines nach seitwärts außen; drücke dich von der Innenkante der Rollen ab. Danach verlagerst du das ganze Körpergewicht auf das vordere Bein (= Gleiten). Während des Gleitens wird das Schubbein wieder herangezogen, aufgesetzt und mitbelastet. Nun erfolgt ein Streckschub nach außen mit dem anderen Bein.

3. Beidbeiniges Gleiten: Gehe nach mehreren Streckschüben - abwechselnd links und rechts, dabei ist auch die zeitliche Aufeinanderfolge des oben beschriebenen Bewegungsablaufes von Bedeutung (= Bewegungsrhythmus) - in eine parallele Gleitposition. Dabei sind die Skates gleich belastet und werden ein wenig versetzt (leichte Schrittstellung) geführt (erhöhte Fahrsicherheit beim Bergabfahren, bei Unebenheiten etc.!).

Beschleunigen

Vor allem die Startphase ist beim Inlineskaten durch eine mehr oder weniger starke Beschleunigung des Skaters gekennzeichnet. Um in dieser Phase das Gleichgewicht zu halten, muß der Fahrer eine tiefe Grundposition sowie eine leichte Körpervorlage einnehmen. Anderenfalls führt das kraftvolle Antreten unweigerlich zu einer gefährlichen Rücklageposition.
Die folgenden Übungen schulen einerseits den exakten Abdruck von der Innenkante der Skates und vermitteln andererseits ein Gefühl für die richtige Körperlage und den Bewegungsrhythmus.

1. Von einer Startlinie aus versuche, innerhalb einer begrenzten Strecke (ca. 8 Meter) möglichst kraftvoll zu beschleunigen. Danach laß dich parallel
ausrollen.

2. Verkürze den Beschleunigungsweg mit zunehmender Sicherheit (bis auf wenige Beschleunigungsschritte).

3. 4 bis 5 Markierungen quer zur Beschleunigungsstrecke (Abstand ca. 1,5 Meter) geben eine optische Rhythmusvorgabe für die Beschleunigungsschritte. Versuche, den Streckschub jeweils zwischen den Markierungen auszuführen. Als Markierungen können Markierungshütchen, Springschnüre oder Markierungsschleifen verwendet werden.

4. Variiere den Abstand der Markierungen bzw. übe mit akustischen Rhythmusvorgaben (Klatschen, Trommeln eines Partners).